Eine Woche Strippen in München

Letztens war ich mal wieder als Tänzerin unterwegs. Über Instagram hatte mich ein Club aus München angeschrieben, ob ich bei ihnen tanzen möchte. Da der Club sehr stylish aussah und das Management sich sympathisch angehört hat, habe ich beschlossen, mal München auszuprobieren. Ich hatte es ehrlich gesagt sogar schon länger im Hinterkopf, da München ja ein ziemlich wohlhabende Stadt ist und ich mir gedacht habe, dass da sicher viel geht. Ob das auch wirklich so war und wie meine Eindrücke waren, erfährst du hier.

In welchem Stripclub in München war ich?

Das kann ich dir leider nicht genau sagen. Da ich hier nicht unbedingt das Beste über diesen Club schreiben werde, möchte ich den Namen nicht nennen, um keinen Ruf zu zerstören. Es war auf jeden Fall ein Club in München selbst. Ich war Anfang November für eine Woche dort, das hilft dir also vielleicht auch, meine Erfahrungen in Kontext zu setzen. Zu dieser Zeit war kein besonderes Event in München und auch die Weihnachtsmärkte haben noch nicht gestartet. Also weniger Touristen, aber eigentlich sollte man meinen, dass dann gerade eher Locals dort sind weil sonst nicht viel los ist zu dieser Zeit.

Meine Erfahrung vom Tanzen in München

Die Kommunikation im Voraus hat super geklappt und auch die Unterkunft und alles war leicht zu finden und unkompliziert. Als ich in der Unterkunft angekommen bin, waren nur zwei andere Tänzerinnen da. Schnell habe ich erfahren, dass das auch so bleibt und wir die Woche über nur zu dritt sein werden. Das hat mich ehrlich gesagt schon ziemlich gewundert. Nur drei Tänzerinnen für einen Club in einer großen Stadt? Wie eigentlich alle, waren auch die zwei super nett und da ich spät angekommen bin, haben wir uns gleich fertig gemacht.

Vorm Club mussten wir dann erstmal warten, bis er auf macht. Die Öffnungszeiten werden hier anscheinend nicht so streng genommen. Drinnen sah aber alles richtig schön aus, es war sauber, modern und stylish eingerichtet. Dann ging es auch schon los. Oder besser gesagt: Nichts ging los. Die ganze Nacht über waren wenn es hoch kommt insgesamt fünf Gäste da. Ich habe also die Zeit genutzt, um meine Handydateien endlich mal aufzuräumen und zu ordnen. Da wirklich so wenig los war, war ich auch nur zweimal auf der Bühne und habe dort etwas Trinkgeld bekommen. Wenigstens gab es unter der Woche eine fixe Gage (die zwar gering ist, aber wenigstens bin ich nicht ganz leer ausgegangen). Und mein Handy ist jetzt super aufgeräumt 😉 Man muss es positiv sehen. Wir haben dann übrigens auch früher zugemacht.

Da es meiner Meinung nach nicht zwei Nächte hintereinander komplett leer sein kann, bin ich also mit guten Erwartungen in die zweite Nacht gestartet. ABER: Es kann anscheinend zwei Nächte hintereinander nichts los sein. Zumindest in diesem Club in München. Die zweite Nacht war leider ganz genauso wie die erste. Nur diesmal mussten wir bis zum Schluss bleiben.

Da man in dieser Branche aber nie die Hoffnung verliert, habe ich nun alles auf das Wochenende gesetzt. Es war nur noch Freitag und Samstag übrig, um die Woche rumzureißen und noch ordentlich Geld zu verdienen. Und Wochenende in München… Da muss ja was gehen…

Ich glaube, du ahnst es schon 😉 Es war zwar etwas besser, aber auch an einem FREITAG so gut wie nichts los. Diesmal waren insgesamt vielleicht 20 Leute da. Immerhin konnte ich zwei Tänze klarmachen, konnte auf der Bühne vor etwas mehr Leute tanzen (mehr Trinkgeld) und habe ein oder zwei Drinks verkauft (hier bekommt man Provision für). Die Nacht war also immer noch alles andere als super, aber wenigstens besser als die zwei vorherigen. Die Gäste des Clubs waren an sich total nett, wie man es sich von München erwartet: Eher zurückhaltend, einigermaßen respektvoll und wussten meist, was sie wollten. Allerdings waren leider so viele Freunde und Bekannte des Managements im Club (die ganze Woche über), die irgendwie eine seltsame Stimmung da rein gebracht haben. Natürlich haben diese größtenteils kein Geld ausgegeben und waren eigentlich nur da, um mit den anderen zu quatschen. Leider haben sie die VIP Lounges belegt, geraucht und eher eine WG-Party trifft Kartell-Stimmung da rein gebracht. Das war meiner Meinung nach total seltsam geregelt und gegenüber uns Tänzerinnnen ziemlich respektlos. Highlight der Nacht war eine gemischte Geburtstagsgruppe, die reinkam. Ich habe mich mit einer anderen zusammengetan, wir haben ihnen gezeigt, wie man Dollars eintauscht und schmeißt. Wir standen also gemeinsam auf der Bühne, haben getwerkt während sie die Scheine regnen gelassen haben. Da wir das natürlich durch zwei teilen mussten und man immer 50% der Dollar abgibt, leider auch nicht sooo viel, aber wenigstens war es super lustig. Teamarbeit, Dollarregen von den Girls und Boys und Booty shaken, was will man mehr (wenn man schon keinen Bag macht)?

Egal, die letzte Nacht stand bevor. Die letzte Gelegenheit, mein Ziel für die Woche zu erreichen (von dem ich noch sehr weit entfernt war). Uuuund, was glaubst du, wie es lief? Richtig! Die Nacht war eigentlich genau wie Freitag. Und es war ein verdammter Samstag in München! Wie kann es sein, dass da nichts los ist? Überhaupt, wie kann es sein, dass die gesamte Woche slow ist? Samstag hat kurz vor Schluss so ein klassischer Möchtegern-Manager-Held es wenigstens rausgerissen. Er hat mir mir und einer anderen knapp drei Stunden die VIP Lounge (bekommt man, solange man Champagnerflaschen kauft) genommen. Ich mag ja ehrlich gesagt tanzen lieber, als mir die immer gleichen Stories anzuhören und so zu tun, als wäre ich total angetrunken in love, aber hey. Man tut was man kann. Nach knapp drei Stunden klassiches „Aber ich bin ja anders als die anderen, ich respektiere euch wirklich“-Geschwafel und wie es bei diesem Typ Mensch immer der Fall ist, keinem Trinkgeld (wegen Respekt und so, ich glaube du kannst mein Augenrollen sehen), war es endlich fast Zeit, den Club zu schließen.

Strippen in München – mein Fazit

Also, diesen Club kann ich leider definitiv nicht weiterempfehlen und ich werden dort auch nicht nochmal arbeiten. Die Auszahlung hat sich zusätzlich nämlich leider auch noch etwas kompliziert gestaltet. Allerdings waren in der Nähe noch ein paar andere Tabledance Clubs, vor denen sogar teilweise eine Schlange war. Diese würde ich also gerne demnächst mal ausprobieren. Möchtest du mehr Erfahungsberichte von meinen Stripclub Erlebnissen? Und was ist dein Lieblingsclub? Schreib mir! Ich freue mich, von dir zu hören.