Mein erster Tag als Stripperin

Bisher habe ich nur Erfahrung mit Online Sexwork gemacht. Da ich aber schon seit Ewigkeiten von Stripperinnen fasziniert bin und selbst Pole machen, wollte ich unbedingt ausprobieren, ob ich auch offline Spaß daran habe. Als ich von meinem lokalen Stripclub eine Instagram Story gesehen habe, dass sie Tänzerinnen suchen, war das dann mein Zeichen. Ich habe mich beworben und stand kurz Zeit später auf der Fläche.
Stripperin werden – die Vorbereitung
Ich liebe gute Vorbereitung. Und Sicherheit! Deswegen recherchiere ich immer so viel es geht. Leider konnte ich den Stripclub vorher nicht besuchen, da dort keine Single Frauen erlaubt sind. I know… Aber ich lebe auf dem Land und hier ist alles noch in den 50er Jahren stehengeblieben. Damit will ich in diesem Beitrag also gar nicht erst anfangen. Da der persönliche Besuch als Vorbereitung also wegfiel, habe ich mir jede einzelne Bewertung auf Google Maps durchgelesen und mir alle Bilder angeschaut, um einen Eindruck von der Größe und vom Vibe des Clubs zu bekommen.
Ich habe den Manager über die angegebene Nummer angeschrieben und er hat mir die Rahmenbedingungen bereits vorher geschickt. Das finde ich auch wichtig, nicht dass der Eintritt zum Beispiel super hoch ist und du nicht weißt, ob du den in einer Nacht überhaupt raushast. Auch zu wissen, wie viel du von was abgeben musst, ist wichtig, um zu entscheiden, ob es überhaupt Sinn für dich macht, dort zu arbeiten. Außerdem gebe ich immer ein oder zwei Freundinnen Bescheid, vor allem wenn ich zum ersten Mal wo bin.
Zusätzlich habe ich lieber ein paar Outfits zu viel mitgenommen. Doch wie sich herausstellte, ist das Outfit dort ganz egal, so lange es sexy ist. Ich habe mich also für einen rosa Microbikini und Netzstrümpfe entschieden.
Was soll ich als Stripperin mitnehmen? Das habe ich eingepackt
Hier habe ich meine Packliste für dich aufgeschrieben:
- 4 verschiedene Outfits (Bikini, Body, Minikleid, Dessous)
- Stripperheels
- 2 Paar halterlose Strümpfe
- Haarbürste
- Zopfgummis
- Feuchttücher
- Grip
- Kleines Handtuch
- Händedesinfektion
- Wimperntusche
- Lippgloss
- Foundation
- Abdeckstift
- Make-Up Entferner
- Labello
- Wasserflasche
- Snacks
- Kleine Tasche für die Fläche
- Ausweis
- Eintrittsgeld
- Handy
- Powerbank
So war meine erste Nacht als Stripperin
Ich muss zugeben: Ich war ganz schön aufgeregt! Da ich noch nie persönlich in dem Club war, wusste ich überhaupt nicht, was mich erwartet. Außerdem ist er weit und breit so ziemlich der einzige und in einer ländlichen Region. Von daher war ich noch unsicherer, ob überhaupt irgendjemand da sein wird. Trotzdem bin ich pünktlich selbstbewusst reinmarschiert und habe jedem die Hand geschüttelt, da der erste Eindruck schließlich zählt. Der Manager und die anderen Tänzerinnen waren super nett und alles war ganz entspannt. Ich habe mich gleich umgezogen und bin dann auch schon auf die Fläche. Wir waren fünf Stripperinnen und generell ist dieser Club sehr klein. Trotzdem waren gleich zu Beginn ein paar Kunden da und ich habe gleich bei meinem ersten Tanz auf der Bühne ein paar Euro zugesteckt bekommen. Das war super cool!
Überhaupt hat mir das Tanzen auf der Bühne super viel Spaß gemacht, das hatte ich auch schon erwartet. Ich liebe Shows und auf der Bühne ist man etwas distanzierter von den Gästen, was es mehr mit Webcamming vergleichbar macht. Die Gäste anzuquatschen viel mir sehr leicht, da ich auch das vom Cammen gewöhnt bin. Aber das Verkaufen so persönlich fand ich gar nicht so leicht. Gefühlt muss man sich mehr einschmeicheln und kommt den Gästen natürlich auch sehr nahe, was sehr ungewohnt war, wenn man sonst nur online unterwegs ist. Aber ich hatte trotzdem bei ca. jedem Dritten Versuch Erfolg. Gar nicht so schlecht also finde ich 😊
Ansonsten war die Nacht eher ruhig, es war nicht viel los, bis auf ganz zum Schluss. Ich habe lange mit den anderen Girls geredet und war viel am Handy, da zwischendurch für knapp zwei Stunden einfach niemand da war. Das Rumwarten war schwer, da man trotzdem noch Heels anhat, es mitten in der Nacht ist und es in dem knappen Outfit schnell kalt wird, wenn man sich nicht bewegt. Online ist es natürlich auch immer wieder ruhig, aber da ist das Warten definitiv gemütlicher. Zwischendurch habe ich also ein Video für Instagram gedreht und ein paar Fotos gemacht.
Wenn etwas los war und man Erfolg mit den Private Dances hatte, hat es allerdings super viel Spaß gemacht! Alle waren sehr nett, größtenteils höflich und – wie online auch – ganz normale Menschen. Um halb sechs morgens war dann Schluss und ich habe mich an meine lange Heimfahrt gemacht. Am nächsten Tag haben mir übrigens meine Füße soo weh getan und meine große Zehennägel sind blau von den Schuhen. Also definitiv kein leichter Job, falls du immer noch der Meinung bist, dass es einer wäre.
Soviel habe ich an meinem ersten Tag als Stripperin verdient
Wie gesagt: Ich hatte keinerlei Vorstellung, was mich erwartet. Ich hatte mit für meine erste Nacht 100€ nach Abgaben gewünscht, da ich so zumindest die Fahrt und Parkgebühr und etwas Extra raushätte. Richtig cool wären 500€ gewesen. Letztendlich habe ich 250€ verdient: 4 Tänze einmal eine Gruppe von Kollegen a 70€, ein Paar a 50€ (hätte 60€ sein müssen, wurde aber falsch abkassiert) und ein Mann, der zwei Tänze genommen hat, a 100€ und 30€ Trinkgeld. Dafür, dass so wenig los war und es mein erstes Mal war also gar nicht so schlecht finde ich.
Fazit: Stripperin werden ja oder nein?
Puhh, ich bin mir noch nicht 100% sicher, ob es so ganz meins ist. Spontan würde ich sagen, bevorzuge ich definitv Camming. Allerdings hat ein stripclub schon etwas glamouröseres, man kann tanzen und sieht die Reaktionen in Echt. Außerdem habe ich das Tanzen auf der Bühne geliebt und es ist ein mega Gefühl, Geld zugesteckt zu bekommen, während man seinen Booty shakt. Die Arbeitszeiten und sieben Stunden in Stripperheels sind allerdings überhaupt nicht meins. Beim Verkaufen und den Private Dances habe ich gemischte Gefühle. Ich werde es also denke ich noch ein paar Mal ausprobieren, um einen besseren Eindruck zu bekommen. Definitiv Hut ab vor allen Stripperinnen!

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